7. Schlussbetrachtung

Die Studie Grenzen des Wachstums hat, im Gegensatz zu vielen anderen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, ein überwältigendes Echo in Öffentlichkeit, Wissenschaft und Politik hervorgebracht. Die Vielzahl der dabei hervorgebrachten Kritiken bezieht sich häufig auf folgende Einwände77:

Diese Liste läst sich noch sehr viel weiter fortsetzen. Oft wird in diesem Zusammenhang auch von den Grenzen der „Grenzen des Wachstums“ gesprochen78. Der Kritik wird dann häufig entgegengebracht, dass das Simulieren am Computer eine Standardmethode in den Naturwissenschaften sei oder die simulierten Szenarien nicht als Prognosen missverstanden werden dürfen79.
Die Frage, ob die Studie nun Fiktion oder Wirklichkeit darstellt wird zumeist zwiespältig gesehen und kann wohl mit einem klaren „ja“ oder „nein“ nicht beantwortet werden. Die Autoren der Studie formulieren dazu folgendes Fazit:

„Selbst wir – die Autoren – gelangen zu unterschiedlichen Ansichten, wenn wir das Für und Wider gegeneinander abwägen. Mit gewohnter Sorglosigkeit werden viele schlecht informierte Menschen, insbesondere manche führenden Entscheidungsträger, behaupten, (...) es gäbe gar keine wichtigen Grenzen. Viele gut informierte Menschen lassen sich anstecken von dem tiefen Zynismus, der mit der rituellen Sorglosigkeit uniformierter Kreise einhergeht, und behaupten, wir stünden bereits vor schweren Problemen, es stünden noch schlimmere bevor, und es gäbe keine Chance, sie zu lösen.
Beide Antworten beruhen natürlich auf Denkmodellen. Die Wahrheit ist:
Niemand weiß es wirklich.80